Ab sofort verfuegbar: DEUBLIN Drehdurchfuehrungen mit ATEX-Zertifizierung nach EU-Richtlinie 94/9/EG
Viele Modelle aus den Serien 54, 55 und 57, den bekanntesten Formen der DEUBLIN Drehdurchfuehrungen, sind jetzt mit ATEX-Zertifizierung erhaeltlich.
Drehdurchfuehrungen verstehen sich als „Geraete zur Verbindung von durchstroemten Druckleitungen mit rotierenden Drucksystemen“ wie z.B. Walzen, die von druckbeaufschlagten Fluessigkeiten zum Heizen und Kuehlen durchstroemt werden.
Hintergrund der ATEX-Zertifizierung ist die Erkenntnis, dass der Begriff „Zuendquelle“ nicht zwingend nur auf elektrische Maschinenteile anwendbar ist, sondern auch auf weitere nicht-selbstangetriebene mechanische Maschinenelemente.
Im Umfeld solcher mechanischer Bauteile koennen Bedingungen auftreten wie z.B. ein entzuendliches Gas-Luft-Gemisch, fuer das auch die Oberflaechentemperatur des Bauteils eine „Zuendquelle“ darstellt, ohne dass ein „elektrischer Funke“ vorhanden sein muss.
Es geht ergo primaer darum, auch unter Aspekten der Maschinenrichtlinie 2009, gefaehrdungsrelevante Bauteile zu definieren und die Grenzen aufzuzeigen, oberhalb derer ein Betrieb des Bauteils unzulaessig ist.
Dazu sind im DEUBLIN-Werk in Wallau umfangreiche und aufwaendige Versuchsreihen in enger Abstimmung mit dem TUEV vorgenommen worden, bei denen die betrachteten Drehdurchfuehrungsmodelle ihre ATEX-Eignung nachgewiesen haben.
Die ATEX-Drehdurchfuehrungen ordnen sich demnach in die Geraetegruppe II (alle Geraete auer Bergbau) und die Geraetekategorie 2GD (Gas, Staub) ein.
Die Zuendschutzart ist „C“, also die konstruktive Sicherheit, die Vermeidung von Zuendquellen durch Anwendung anerkannter ingenieurtechnischer Prinzipien und Auswahl geeigneter Materialien bei Entwurf & Konstruktion.
Die Explosionsgruppe ist IIB (Gase & Daempfe: Stadtgas, Ethylen usw.) mit Temperaturklasse T3 bei T 200°C als maximale Oberflaechentemperatur der Drehdurchfuehrung bei maximal 40°C Umgebungstemperatur, wobei deren Bereich zwischen +3°C und +40°C liegen darf.
Dabei ist zu beachten, dass sich die Angabe der Explosionsgruppe auf das Vorhandensein moeglicherweise explosiver Gemische in der raeumlichen Umgebung des Bauteils bezieht.
Demgegenueber ist es grundsaetzlich verboten, brennbare Gase oder brennbare Medien durch Drehdurchfuehrungen dieser Serien als solche zu fuehren.
Die ATEX-Drehdurchfuehrungen der Serien 54, 55 und 57 koennen je nach Anschluss als Einweg- oder als Zweiwege-Variante genutzt werden, die Einweg-Versionen stehen als Modelle zur Verfuegung, die von aussen an die Maschinenwelle installiert werden koennen.

Schematischer Aufbau: Drehdurchfuehrung, Einweg, aussen installiert, Abb. 2
An beiden Enden der Walze ist jeweils eine Einweg-Variante der Drehdurchfuehrung montiert. Die Drehdurchfuehrung (A) leitet das Durchflussmedium in die Walze ein. Die Drehdurchfuehrung (B) leitet das Durchflussmedium in das Rohrleitungssystem der Maschine.

Schematischer Aufbau: Drehdurchfuehrung, Zweiwege, aussen installiert, Abb. 3
Die Drehdurchfuehrungen der Serien 54, 55 und 57 sind auch als Zweiwege-Ausfuehrung (Duo) lieferbar.
Die Zweiwege Drehdurchfuehrung ist am axialen Anschluss mit einem Kniestueck versehen. Durch dieses Kniestueck wird das Durchflussmedium durch ein Siphonrohr in die Maschinenwelle geleitet.
Das austretende Durchflussmedium wird von der gleichen Drehdurchfuehrung aufgenommen und durch den radialen Anschluss in das Rohrleitungssystem der Maschine gefuehrt.
Mit der Erweiterung des Produktportfolios um die ATEX-Varianten moechte DEUBLIN als Marktfuehrer und weltgroeter Hersteller von Drehdurchfuehrungen die eigenen Serviceleistungen ausbauen und wichtige Vorarbeit fuer den Maschinenkonstrukteur leisten.
Denn durch diese Vorgehensweise wird der Aufwand zur Risikobewertung einer Gesamtmaschine fuer die Konstrukteure beim Maschinenhersteller erheblich reduziert und verschafft den Herstellern Kostenvorteile.
War bislang im Grunde bereits klar, dass DEUBLIN Drehdurchfuehrungen unter „erschwerten Bedingungen“ immer eine gute Wahl waren, so manifestiert sich dies auch fuer den Ex-Bereich, respektive fuer den Maschinenbau, der Systeme fuer den Ex-Bereich anbietet.
Autor: Joern Jacobs, Dipl.-Kfm., Fachjournalist(DJV), IHW Marketing |